Das ist das vorläufige und *provisorische *

(Anmerkung hierzu siehe unten)

Erscheinen der Moorhexe Calluna
im weltweiten Netz


Schon seit langen Zeiten lebt eine kleine Hexe im Wurzacher Ried. Sie ist nicht besonders groß, so dass sie auf einem Seerosenblatt langausgestreckt liegen kann. Auf diese Weise geht sie bequem und ausdauernd ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, nämlich in der Sonne zu dösen und ab und zu mit den Füssen im Wasser zu plantschen.

Da die kleine Hexe ihren Besen, den natürlich jede Hexe braucht, aus Zweigen der Besenheide herstellt, wurde sie von allen ihren Freunden im Wurzacher Ried nur Calluna genannt.

Calluna ist nämlich der wissenschaftliche Name der Besenheide. Und ihr Besen heißt deswegen logischerweise „Heide“ – und nicht Kartoffelbrei wie bei anderen Hexen.Weil aber nicht alle Zweige der Besenheide für Hexenbesen gleich gut geeignet sind, musste sie früher oft lange nach Zweigen mit guten Flugeigenschaften suchen. Inzwischen weiß Calluna aber wo sie die besten Sträucher der Besenheide zum Herstellen von guten Besen finden kann und sie hat im Lauf der Zeit ihre Fertigkeit im Herstellen von Hexenbesen so verfeinert, dass alle ihre Besen locker mit einem „Nimbus 2000“ mithalten können. Allerdings gelang es ihr nicht jedes Mal einen Besen in der Qualität eines „Feuerblitz“ herzustellen, aber sie war dem Geheimnis auf der Spur.

Calluna lebt jetzt schon mehr als 12 000 Jahre im Wurzacher Ried, aber sie war ursprünglich keine Moorhexe. Anfangs hatte sie sich noch dagegen gesträubt, wenn sie als Moorhexe bezeichnet wurde.


Inzwischen ist sie stolz darauf eine Moorhexe zu sein, da sie doch im größten Hochmoor Deutschlands lebt, das von Niedermooren, Riedwiesen, Moorwäldern und Torfstichen umgeben ist, so dass es ihr niemals langweilig wird.


Auch ein großer See ist vorhanden, auf dem es genügend Seerosen gibt auf deren Blätter Calluna am liebsten in der Sonne döst, wenn sie gerade nichts Anderes zu tun hat. Kurzum, das Wurzacher Ried ist ihr Moor und Calluna ist die Moorhexe des Wurzacher Rieds!

Manchmal fliegt Calluna mit ihrem Besen „Heide“ aus dem Ried heraus und beobachtet das Treiben der Menschen in den Dörfern rund ums Ried und in dem kleinen Kur-Städtchen, das Bad Wurzach heißt. Gelegentlich hilft sie den Menschen in einer Notsituation.

Einmal hatte sich ein Kurgast im Herbstnebel im Ried verlaufen und kam vom Weg ab, ... aber das ist eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll.

Oft und gerne spielt sie den Menschen um das Wurzacher Ried auch Streiche! Erst kürzlich hat sie die Torfbahn mal wieder entgleisen lassen. Aber dann hatte sie ein schlechtes Gewissen weil sich die Bähnlesbauer so geärgert haben.

Ursprünglich war Calluna eine Berghexe. Als sie noch hoch oben im Gebirge als Berghexe lebte, war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen mit dem Besen auf dem Gletscher zu gleiten. Ähnlich wie es heute die Menschen mit dem Snowboard machen. Als sie es dabei einmal zu wild trieb, fiel Calluna in eine tiefe Gletscherspalte und verlor dummerweise dabei auch ihren Besen, so dass sie sich nicht mehr befreien konnte und einige tausend Jahre im Gletschereis gefangen war. Was sie dabei erlebte und wie sie ins Wurzacher Ried kam, schließlich Glück hatte, dass sie in dem See nicht ertrank – Berghexen können ja nicht schwimmen - und sich zunächst auf eine Kiesbank und später auf ein Seerosenblatt retten konnte, auf dem sie solange festsaß, bis aus dem See ein Moor entstanden war, ist eine lange Geschichte ...

Diese Geschichte schreibt Calluna zur Zeit auf und falls sie einen Verleger findet, gibt es diese Geschichte vielleicht bald als Buch. Weitere Infos gibt es unter: „calluna @ moorhexe-calluna.de“. (Bitte beachten: beim Übertragen Leerzeichen vor und nach dem "@" entfernen - Spamschutz!)


*ähem*

noch eine Bemerkung zu „vorläufig und provisorisch“: Wenn man sich wie die Moorhexe Calluna „vorläufig und provisorisch“ auf einem Seerosenblatt einrichtete und dort mehr als 3000 Jahre fest saß, so hat „vorläufig und provisorisch“ für Moorhexen eine andere Bedeutung als wie für Menschen. „Vorläufig und provisorisch“ steht hier eher im Sinne von Moorhexen. Aber vielleicht kommt ja alles anders, wer weiß ....